ToDo - Ein neues Projekt zum Weltkindertag

Horst Solf will zum Weltkindertag, der wie in jedem Jahr am 20. September stattfindet, ein neues Projekt realisieren. ToDo, den Tor-Dom, der die Welt der Kinder visualisiert. „Die ersten Dinge, womit sich viele Kinder schon früh beschäftigen, sind Bauklötze, Holzbaukästen oder auch Klemmbausteine aus Kunststoff. Mit solchen Bausteinen lernen Kinder schon früh Lösungen zu finden und entdecken, ob etwas Gebautes hält oder nicht. Ich denke, so experimentieren sie auf natürliche Weise und entdecken ihre eigene Kreativität. So gestalten Kinder ihre Welt. Dieses Symbol für Gestaltung und Erfindung ist für mich der Grund dafür, daraus ein Projekt zu entwerfen und zu konzipieren, zur Würdigung der Kinder an ihrem Weltkindertag, mit einem Objekt, das die Elemente aus den Baukästen der Kindheit aufgreift.“ erläutert Horst Solf.
Todo ist die Abkürzung für Tor und Dom.
„Das Wort Tor bedeutet für mich Durchgang zu Neuem oder Anderem. Das Wort Dom bedeutet für mich Schutz. Diese zwei Werte sind für mich in Bezug auf Kinder sehr wichtig.“ so Horst Solf.
ToDo soll die Erwachsenen daran erinnern, die Welt der Kinder zu respektieren und zu achten. Er soll nicht nur Denkmal sein, sondern ein Ort der Begegnung, zum Feiern, für Ausstellungen für Kinder und mit Kindern. Mit einer Glocke, die einmal im Jahr am Weltkindertag läutet, ist ToDo ein Mahnmal, das an Kinderrechte, an das Kindeswohl und das Recht auf Leben und persönliche Entwicklung von Kindern erinnert. Wie es auch in der UN-Kinderrechtskonvention manifestiert ist, die 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde.
„Kinder sind die Zukunft, deshalb möchte ich das diesjährige Motto des Weltkinder- tages - Starke Kinder, starke Zukunft - aufgreifen und unterstützen.“ so Horst Solf zu seinem neuen Projekt. „Es soll ein Ort des Feierns und der Fröhlichkeit sein für einen Tag, den man für Kinder und vor allem mit Kindern hier gestaltet. Ein teilweise im Boden versenkter Stein soll an die Opfer unter den Kindern erinnern, die ihr junges Leben verloren haben. Ich hoffe, dass wir dieses Projekt realisieren und Städte und Gemeinden dafür gewinnen können.“
ToDo bedeutet für Horst Solf nicht nur einen Tor-Dom aus Bausteinen, es bedeutet für ihn auch, dass es für das Wohl der Kinder noch eine lange ToDo-Liste gibt, um auf Kinderrechte, Bedürfnisse und den Schutz von Kindern aufmerksam zu machen und Forderungen an Politik und Gesellschaft zu stellen. ToDo soll ein symbolischer Schutzdom über das Kindeswohl sein.
„Ich habe die Vision, dass dieses Projekt nicht nur einmalig entsteht, sondern dass mehrere Städte oder Gemeinden dieses Vorhaben ebenfalls realisieren, damit an einem solchen Ort einmal im Jahr die Kinder im Vordergrund stehen und dort auch selbst etwas gestalten und verwirklichen können. Ein inspirierender Ort für Veranstaltungen, für Kinder und Familien, einfach ein Ort, an dem man sich gerne trifft.“
„Der Weltkindertag wird bereits in vielen Städten gewürdigt und mit Aktionen gefeiert. In Thüringen ist dieser Tag sogar ein gesetzlicher Feiertag. An diesem Tor-Dom könnte er zu einem Fest der Freude werden.“ ist Horst Solf davon überzeugt, dass an einem solchen symbolischen Ort die vielfältigsten Ideen entstehen und umgesetzt werden können.
Angaben zum Projekt:
Horst Solf möchte das Projekt mit Bausteinen bestehend aus Quadern, Kuben und Zylindern realisieren. Das Material soll weiß pulverbeschichtetes Aluminium sein.
Gesamthöhe des Tor-Doms: 7 Meter.
Im oberen Bereich bildet eine Glocke den Abschluss der Konstruktion.
Ein einzelner Naturstein mit Inschrift ist neben der Installation teilweise
im Boden versenkt.
Der Stein soll die Inschrift tragen: In Erinnerung an Kinder, die ihr Leben verloren haben.
Modell: Horst Solf, fotografisch visualisiert von R. Hasenmueller