HORST SOLF

ToDo - Ein neues Projekt zum Weltkindertag

ToDo - Ein Projekt zum Weltkindertag

 

ToDo - eine Stimme für Kinder

Horst Solf will zum Weltkindertag, der in jedem Jahr am 20. September stattfindet, ein neues Projekt realisieren. ToDo, den Tor-Dom, der die Welt der Kinder visualisiert. „Die ersten Dinge, womit sich viele Kinder schon früh beschäftigen, sind Bauklötze, Holzbaukästen oder auch Klemmbausteine aus Kunststoff. Mit solchen Bausteinen lernen Kinder schon früh Lösungen zu finden und entdecken, ob etwas Gebautes hält oder nicht. Ich denke, so experimentieren sie auf natürliche Weise und entdecken ihre eigene Kreativität. So gestalten Kinder ihre Welt. Dieses Symbol für Gestaltung und Erfindung ist für mich der Grund dafür, daraus ein Projekt zu entwerfen und zu konzipieren, zur Würdigung der Kinder an ihrem Weltkindertag, mit einem Objekt, das die Elemente aus den Baukästen der Kindheit aufgreift.“ erläutert Horst Solf.

Logo des ToDo ProjektsTodo ist die Abkürzung für Tor und Dom:
To = Tor = Durchgang zu etwas Neuem und Anderem
Do = Dom = Schutz
„Das Wort Tor bedeutet für mich Durchgang zu Neuem oder Anderem. Das Wort Dom bedeutet für mich Schutz. Diese zwei Werte sind für mich in Bezug auf Kinder sehr wichtig.“ so Horst Solf.

ToDo ist ein rund sieben Meter hoher TorDom, der aus unterschiedlich geformten Bauklötzen gestaltet ist. Jedes einzelne Element steht dabei für Vielfalt, Gemeinschaft und die Möglichkeit, gemeinsam etwas Neues entstehen zu lassen.
Im obersten Element des TorDoms befindet sich eine Glocke. Sie läutet bewusst nur einmal im Jahr – am 20. September, dem Weltkindertag. Damit wird ToDo zu einem weithin sichtbaren und hörbaren Zeichen: Einmal im Jahr erklingt die Glocke stellvertretend für die Stimme und die Rechte aller Kinder.

ToDo soll die Erwachsenen daran erinnern, die Welt der Kinder zu respektieren und zu achten. Er soll nicht nur beeindruckendes Baukunstwerk sein, sondern ein Ort der Begegnung, zum Feiern, für Ausstellungen für Kinder und mit Kindern. Mit einer Glocke, die einmal im Jahr am Weltkindertag läutet, ist ToDo ein Mahnmal, das an Kinderrechte, an das Kindeswohl und das Recht auf Leben und persönliche Entwicklung von Kindern erinnert. Wie es auch in der UN-Kinderrechtskonvention manifestiert ist, die 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde.

In Erinnerung

Rechts vom TorDom befindet sich noch ein weißer gebrochener Mamortstein. Der Stein ist teilweise im Boden versenkt und weist deutliche Bruchstellen auf. Aufgrund seiner Beschädigung kann er nicht mehr für gestalterische Zwecke verwendet werden. Die sichtbaren Spuren des Bruchs stehen sinnbildlich für Verletzung und Zerstörung. Gleichzeitig erhält der Stein dadurch eine besondere Bedeutung: Er soll an die Kinder erinnern, die ihr Leben verloren haben.
So wird der beschädigte Stein zu einem Zeichen des Gedenkens. Seine Verletzungen machen sichtbar, was geschehen ist, und bewahren zugleich die Erinnerung an die Kinder, deren Leben viel zu früh geendet hat.

„Kinder sind die Zukunft, deshalb möchte ich das diesjährige Motto des Weltkindertages - Starke Kinder, starke Zukunft - aufgreifen und unterstützen.“ so Horst Solf zu 
seinem neuen Projekt. „Es soll ein Ort des Feierns und der Fröhlichkeit sein für einen Tag, den man für Kinder und vor allem mit Kindern hier gestaltet. Ein teilweise im 
Boden versenkter Stein soll an die Opfer unter den Kindern erinnern, die ihr junges Leben verloren haben. Ich hoffe, dass wir dieses Projekt realisieren und Städte und 
Gemeinden dafür gewinnen können.“

ToDo bedeutet für Horst Solf nicht nur einen Tor-Dom aus Bausteinen, es bedeutet für ihn auch, dass es für das Wohl der Kinder noch eine lange ToDo-Liste gibt, um auf Kinderrechte, Bedürfnisse und den Schutz von Kindern aufmerksam zu machen und 
Forderungen an Politik und Gesellschaft zu stellen. ToDo soll ein symbolischer Schutzdom über das Kindeswohl sein.

„Ich habe die Vision, dass dieses Projekt nicht nur einmalig entsteht, sondern dass mehrere Städte oder Gemeinden dieses Vorhaben ebenfalls realisieren, damit an einem solchen Ort einmal im Jahr die Kinder im Vordergrund stehen und dort auch selbst etwas gestalten und verwirklichen können. Ein inspirierender Ort für Veranstaltungen, für Kinder und Familien, einfach ein Ort, an dem man sich gerne trifft.“

„Der Weltkindertag wird bereits in vielen Städten gewürdigt und mit Aktionen gefeiert. In Thüringen ist dieser Tag sogar ein gesetzlicher Feiertag. An diesem Tor-Dom könnte er zu einem Fest der Freude werden.“ ist Horst Solf davon überzeugt, dass an einem solchen symbolischen Ort die vielfältigsten Ideen entstehen und umgesetzt werden können.

 

Angaben zum Projekt:

Das Projekt wird umgesetzt mit Bausteinen aus Quadern, Kuben und Zylindern.
Das Material soll weiß pulverbeschichtetes Aluminium sein.
Gesamthöhe des Tor-Doms: 7 Meter.
Im oberen Bereich bildet eine Glocke den Abschluss der Konstruktion.
Ein weißer Naturstein ist neben der Installation im Boden versenkt.
Statik und technische Umsetzung sind in Planung.

ToDo kennt keine Grenzen – nur neue Möglichkeiten

Das Projekt ToDo soll bundesweit an verschiedenen Standorten und in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Institutionen umgesetzt werden. Dabei bildet das grundlegende Konzept von ToDo stets die gemeinsame Basis: Die charakteristischen Bauklotzelemente bleiben als wiederkehrendes und verbindendes Gestaltungselement bestehen.

Gleichzeitig soll das Projekt an jedem neuen Standort individuell weiterentwickelt und an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten, Institutionen und Zielgruppen angepasst werden. Die Bauklotzelemente können dabei in ihrer Gestaltung, Anordnung, Farbgebung oder Funktion leicht verändert und neu interpretiert werden. So entsteht an jedem Ort eine eigene, besondere Version von ToDo.

Diese Kombination aus Wiedererkennung und individueller Gestaltung ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Jede Umsetzung soll einen eigenen Charakter erhalten und die Besonderheiten des jeweiligen Standortes widerspiegeln, ohne dabei die gemeinsame Identität von ToDo zu verlieren.

Auf diese Weise entwickelt sich ToDo mit jedem neuen Standort weiter: Jedes Projekt ist ein Stück anders, individueller und einzigartig – und bleibt gleichzeitig durch die Bauklotzelemente und die zugrunde liegende Idee klar als Teil von ToDo erkennbar. Dadurch entsteht über die verschiedenen Standorte hinweg ein zusammenhängendes, bundesweites Projekt, das Vielfalt und Gemeinschaft miteinander verbindet.

Die unterschiedlichen Kooperationen mit Institutionen und lokalen Partnern bieten zudem die Möglichkeit, neue Perspektiven, Ideen und Impulse in das Projekt einzubringen. ToDo wird dadurch nicht als statisches Konzept verstanden, sondern als ein flexibles und wachsendes Projekt, das sich an seinen jeweiligen Ort anpasst und durch jede neue Umsetzung bereichert wird.

Download ToDo-Projektmappe(PDF)

Modell: Horst Solf, fotografisch visualisiert von R. Hasenmueller