HORST SOLF

MENSCH MACHT

008 RHA 2128

"Ich arbeitete wie ein Stahlgießer im Schichtbetrieb, elf Jahre lang."


Viele von Horst Solfs Arbeiten sind geprägt durch das Verhalten der Menschheit, die anscheinend über die Jahrhunderte oder sogar Jahrtausende nichts dazu gelernt hat und immer noch von Gewalt, Krieg und Streben nach Macht geleitet ist.

In seinem Zyklus Mensch Macht zeigt er dies in kompromisslosem künstlerischem Ausdruck auf. So erhielt er in den 70er Jahren die Chance, in den Fabrikhallen der Firma Voith in Heidenheim, deren Gießerei für seine Projekte zu nutzen. Was als Experiment mit heißem flüssigem Stahl begann, sollte ihn dort über 11 Jahre beschäftigen.

Für seine Torsi stellte er zunächst Formen aus Ton her, goss diese dann in Gips ab, um sie als „verlorene Formen“ zu verwenden, in die er den flüssigen Stahl füllte. Die Gipsform zerbarst dabei und brachte Stahlplastiken zum Vorschein, die anschaulich und eindringlich die Auswirkungen von Krieg und Gewalt auf den Menschen visualisieren.

Ungebrochen mahnen sie in geradezu beängstigender Aktualität bis zum heutigen Tag, unser Verhalten zu überdenken und zu ändern.

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